Einkorn

Es ist das älteste und am schwierigsten zu kultivierende der drei Ur-Getreide-Sorten. Es hat einen hohen Halm, was schnell zum Abknicken und so zu großen Ernteverlusten führen kann. Die Frucht ist im Vergleich zu den neueren Zuchtformen sehr klein und folglich auch der Ertrag sehr niedrig (etwa ein Drittel des Weizens). Daher wurde Einkorn in den letzten Jahren auch von vielen Bauern nicht weiter angebaut. Dabei hat das Einkorn aber auch klare Vorzüge. Laut Herrn Jochen Ziegler vom Lehrstuhl der Universität Hohenheim ist es ein guter Lieferant für die Vitamine B1, B3, B6 und E. Herr Dr. Longin (ebenfalls Universität Hohenheim) unterstreicht den besonderen Gehalt an Lutein (6-10 mal so viel wie Weizen). Lutein schützt als Antioxidans die Funktion der Netzhaut und färbt als Carotinoid das Gebäck gelblich.